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Gottes Schöpfung ist sehr gut!                    Surinam

 

Surinam ist bunt – Surinam ist schön – Surinam ist bedroht. Wo liegt Surinam?


Das kleinste Land Südamerikas steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der globalen Aufmerksamkeit; denn Menschen in 170 Ländern der Erde feiern gemeinsam mit Surinam den Weltgebetstag. Surinam, einst Niederländisch Guyana genannt, liegt im Nordosten Südamerikas am Atlantik, zwischen Französisch Guyana (O), British Guyana (W) und Brasilien (S). Die niederländische Kolonialgeschichte hat ihre Spuren hinterlassen, im Stadtbild der Hauptstadt Paramáribo, in der Amtssprache und im kulinarischen Erbe.

Seit 1975 ist Surinam unabhängig. In Surinam leben Menschen aus sieben verschiedenen Herkunftsethnien und Religionen friedlich miteinander. Ein wichtiger Begriff ist „Moksi“; er bedeutet sowohl „Mischmasch“, also die bunt zusammengewürfelte Bevölkerungsstruktur, wie auch „gemeinsam“, das Miteinander, das aus der Vielfalt lebt.

 

Surinam ist knapp halb so groß wie Deutschland und hat etwa so viele Einwohner wie Stuttgart. 90 % der Bevölkerung leben in der Küstenregion. Denn noch immer besteht circa 90 % des Staatsgebietes aus Regenwald mit mehr als 1000 Baumarten, 715 Vogelarten und 60 verschiedenen Arten von Helikonien.

Aber wie in den meisten tropischen Ländern ist die Natur auch in Surinam gefährdet durch Raubbau, den Bauxit- und Goldabbau. Um darauf aufmerksam zu machen, haben die Verfasserinnen der WGT-Liturgie die Bewahrung der Schöpfung zum Thema gemacht und die Schöpfungserzählung (Gen1,1-31) ins Zentrum ihrer Gottesdienstordnung gestellt. Aber nicht nur die Natur, auch junge Menschen brauchen ein „sorgendes Umfeld“..

 

Der Weltgebetstag (WGT) ist eine vor 130 Jahren von Frauen ins Leben gerufene ökumenische Basisbewegung und wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. An jedem ersten Freitag im März wird dieser Tag rund um den Globus gefeiert. Unter dem Motto „informiert beten – betend handeln“ wird der Blick jeweils auf ein Land gelenkt; durch die Kollekte werden Frauenprojekte nicht nur im aktuellen Land, sondern weltweit und oft über viele Jahre unterstützt. Das zentrale Anliegen im Jahr 2018 ist die Bewahrung der Schöpfung, auch und gerade in Surinam.

 

Der Gottesdienst zum WGT für die Nordstadt-Ökuemene findet am 2. März um 15.00 in der Wichernkirche (Bismarckstraße 73) statt. „Frauen laden ein“ – auch Männer sind herzlich willkommen.