Die Gruppe der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) der Heilbronner Kirchengemeinde St. Augustinus feierte am Sonntag, 18. Oktober, einen runden Geburtstag. 60 Jahre sind seit der Gründung im November 1955 vergangen.

 

Damals lud Augustinuspfarrer Bernhard Geiger zur Gründung einer Werkvolkgruppe in die Gaststätte „Volksgarten“ ein. Zwölf Männer, bis heute scherzhaft „Zwölf Apostel“ genannt, kamen. Mit Eugen Birkner und Klaus Burkhardt leben noch zwei Gründungmitglieder. 1972 wurde der Name „Werkvolk“ bundesweit in Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) geändert.

 

Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann, Stuttgart, zelebrierte den Festgottesdienst. Mit am Altar standen Pfarrer Markus Pfeiffer, der frühere Gruppenpräses Michael Dieterle, Gemeindereferent Aslan Demir und sechs Banner benachbarter Gruppen. Prediger Wolfgang Herrmann spannte einen weiten Bogen um die Begriffe Macht, Herrschaft, Dienst am Nächsten und Armut. Er erinnerte an ein Wort Jesu: „Wer groß sein will, soll euch dienen und wer an eurer Seite sein will, soll auf die Stimme der Menschen hören.“ An Papst Franziskus angelehnt sagte er: „Es gibt keine schlimmere  Form der Armut, als nicht in der Lage zu sein,  sei eigenes tägliches Brot zu verdienen.“

 

Beim Festakt im Gemeindesaal, von einer Musikgruppe feierlich umrahmt,  überreichte Reinhard Keinert vom Diözesanverband der KAB dem langjährigen Gruppenvorsitzenden Klaus Burkhardt, der auch eine Festschrift erstellt hatte,  die Martinus Ehrenmedaille.  Den Reinerlös des Jubiläums erhält eine Partnergruppe in Uganda zum Neubau einer Schule. Der Kostenvoranschlag liegt bei 26.000 Euro. Die Grundschule in Busagula wird dringend benötigt, weil bisher die Kinder in Holzhütten unterrichtet wurden, die nicht einmal wetterfest waren. Über das Projekt informierte in Wort und Bild Heide Meyer Teuter.