Der Weltgebetstag wird in diesem Jahr am Freitag, dem 03. März 2017, stattfinden. Sie können auf verschiedene Weisen daran teilnehmen.

 

Wenn Sie einen ökumenischen Gottesdienst mitfeiern möchten, haben Sie dazu Gelegenheit...

  • um 15.00 Uhr in St. Augustinus,
  • um 15:00 Uhr in Maria Immaculata und
  • um 19.30 Uhr in der Kilianskirche.

Frauen laden ein – Männer sind herzlich willkommen!

 

Wenn Sie in der Vorbereitung mithelfen möchten, dann sind Sie zu den Vorbereitungsveranstaltungen recht herzlich eingeladen, ...

  • am 15.2.2017 um 15.00 Uhr im Wilhelm-Busch-Gemeindehaus (Wilhelm-Busch-Str. 6) und
  • am 20.2.2017 um 19.00 Uhr im Friedensgemeindehaus (Moltkestraße 80).

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Weltgebetstag am 03. März 2017 - Themenland: Philippinen

 

Was ist denn fair?

 

Fragen wir uns das nicht jeden Tag, wenn wir die Zeitung aufschlagen? Nicht nur im Sport, sondern vor allem in der Wirtschaft und im täglichen Arbeitsleben wird die Frage nach Fairness und Gerechtigkeit laut oder leise gestellt. Ein ökumenisches Frauenteam auf den Philippinen macht genau diese Frage zum Thema des diesjährigen Weltgebetstags. Wie immer am ersten Freitag im März laden in 170 Ländern der Erde Frauen zum ökumenischen Miteinander ein. In diesem Jahr konfrontieren Frauen von den Philippinen die Besucher/innen des Gottesdienstes mit der provozierenden Frage: „Was ist denn fair?“ Gibt es eine Antwort?  Bietet das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg, der zentrale Text der Gottesdienstfeier, eine Lösung? Sind die Menschen bereit, in diesen Spiegel zu schauen?

 

Das Titelbild zeigt die ganze bunte Vielfalt des Lebens auf den Philippinen. Im Zentrum steht die Figur der Iustitia, die nicht länger bereit ist, ihre Augen zu verschließen. Sie nimmt die Binde ab, um genau hinzusehen. Ein frischer Wind weht, wo die Frage nach der Gerechtigkeit nicht totgeschwiegen wird.


Die Philippinen sind ein Staat aus 7107 Inseln im Pazifischen Ozean. Die wunderbare Naturvielfalt  lockt Millionen Besucher an. Aber sie ist auch extrem bedroht durch Taifune, Vulkanausbrüche und Erdbeben. Vom Reichtum an Bodenschätzen und natürlichen Ressourcen profitieren nur wenige der 100 Millionen Einwohner/innen, am wenigsten die Ureinwohner, die noch auf einigen Inseln  leben. Ihr überliefertes System des Dagyaw (alle helfen zusammen und teilen  sich die Ernte) passt nicht in die profitorientierte kapitalistische Wirtschaftsordnung des Landes. Viele suchen ihr Glück in der Hauptstadt Manila; 1,6 Millionen wandern jährlich ins Ausland ab, um in Europa, den USA oder auch in den Ländern der Arabischen Emirate Arbeit zu suchen. Ihre Überweisungen in die Heimat sind unverzichtbar für das Einkommen des Staates, aber die Arbeiter/innen bezahlen den hohen Preis der Entwurzelung und Trennung von den Familien.


Über 80% der Einwohner/innen sind katholisch, eine Folge der 300jährigen spanischen Kolonialzeit. Auf der Insel Mindanao leben Muslime (5% der Bevölkerung). Waren die Kirchen früher Handlanger der Mächtigen, setzen sie sich heute verstärkt für die Rechte der Benachteiligten  und Missbrauchten ein.