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Eingewöhnungskonzept

für die Kindertageseinrichtungen der katholischen Gesamtkirchengemeinde Heilbronn

Stand Juli 2010

 

Aller Anfang ist …?!

 

Ihr Kind kommt zu uns in die Kindertages-einrichtung. Sie vertrauen uns Ihren größten Schatz, Ihr Kind, an. Für Ihr Kind bedeutet der Eintritt in eine außerfamiliäre Betreuung eine wichtige Entwicklungsaufgabe. Es löst sich zeitweise von seiner Hauptbezugsperson und lernt, sich auf neue Bezugs-personen einzulassen. Diese erste Zeit betrachten wir als Eingewöhnungszeit.


Sie stellt einen wichtigen, oft sehr gefühls-beladenen Zeitraum dar, der von Unsicherheit, Kummer, Angst oder Stress begleitet sein kann. Um dem Entgegenzuwirken, ist uns eine intensive Eingewöhnungszeit wichtig. Das bedeutet, dass das Kind in dieser Zeit von einer ihm vertrauten Person (meist ein Elternteil) in unserer Einrichtung begleitet wird. Unsere Grundlage für die Eingewöhnung ist das

 

„Berliner Eingewöhnungsmodell“.


Wir verfolgen damit das Ziel, zu Ihrem Kind von Anfang an eine emotionale und kon-tinuierliche Bindung aufzubauen.
Ihr Kind soll bei uns inneren Halt, Schutz, Sicherheit und Geborgenheit erfahren – das Fundament für eine gesunde Weiterentwicklung der Fähigkeiten Ihres Kindes.

 

Das „Berliner Eingewöhnungsmodell“ - was verbirgt sich dahinter?

 

Die ersten drei Tage:
Sie verbringen gemeinsam mit Ihrem Kind 1-2 Stunden in der Kita. Danach verlassen Sie gemeinsam unsere Einrichtung.
Verhalten der Bezugsperson:
Sie sind eher passiv und bieten Ihrem Kind einen „sicheren Hafen“.
Das heißt, Sie lassen Nähe zu Ihnen zu, wenn Ihr Kind das Bedürfnis nach Schutz und Geborgenheit äußert. Sie beschäftigen sich nicht mit anderen Dingen.
Verhalten der Erzieherin:
Sie nimmt vorsichtig Kontakt zu Ihrem Kind auf.

Wichtig:
In den ersten drei Tagen findet kein Trennungsversuch statt!
Nach dem dritten Tag gibt Ihnen die Erzieherin Rückmeldung über den weiteren Verlauf der Eingewöhnung.

Dadurch wird das Beziehungsdreieck aufgebaut

 

 

 

Der 4. Tag:

Der erste mögliche Trennungsversuch:
Sie kommen mit Ihrem Kind in die Kita. Sie bleiben einige Minuten, verabschieden sich von Ihrem Kind und verlassen den Raum (ca. 30 min.).


Die Reaktionen Ihres Kindes sind Kriterium für die Fortsetzung oder den Abbruch des Trennungsversuches!

  • Gleichmütiges, an der Umwelt interessiertes Verhalten des Kindes:30 min. Trennung!
  • Kind weint, lässt sich trösten: 30 min. Trennung!
  • Verstörtes Verhalten, lang andauerndes Schreien oder erstarrte Körperhaltung: sofortiger Abbruch der Trennung!



Wichtig:
Die Erzieherin teilt Ihnen Ihre Wahrnehmung mit und spricht mit Ihnen das weitere individuelle Vorgehen der Eingewöhnung ab.

Die Eingewöhnung ist abgeschlossen:

  • Ihr Kind akzeptiert die Erzieherin als „sicheren Hafen“ und lässt zu, dass die Erzieherin seine Bedürfnisse befriedigt,z.B.: sich trösten lässt, sich wickeln und füttern lässt.
  • Wenn Ihr Kind gegen Ihren Weggang protestiert, weint, sich dann aber von der Erzieherin trösten lässt und in guter Stimmung weiterspielt.


Die Erzieherin vereinbart mit Ihnen nach der Eingewöhnung einen Termin für ein Elterngespräch, um auf die Eingewöhnung zurückzublicken.