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Auf dem Gebiet der Gesamtkirchengemeinde Heilbronn gibt es derzeit acht Kirchengemeinden aber nur drei Gemeindepfarrer. Von Seiten der Diözese wurde signalisiert, dass es für diese 8 Kirchengemeinden künftig 11 hauptamtliche pastorale Mitarbeiter geben wird, davon drei Gemeindepfarrer. ButtonAngesichts dieser Situation sehen wir als Herausforderungen, den eigenen Glauben zu stärken, die Vielfalt anzunehmen, kleine Sozialräume in größer werdenden Verwaltungseinheiten zu schaffen und bei allen Veränderungen die Bedürfnisse der Gemeindemitglieder im Blick zu haben.

 

In dem Prozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ wollen wir uns schwerpunktmäßig mit vier Bereichen beschäftigen. Die Vorstellungen des Kirchengemeinderates haben wir im Rahmen der Gemeindeversammlung vorgestellt und mit den anwesenden Gemeindemitgliedern beraten.

 

1. Geistlicher Prozess zur Glaubensvertiefung:
Unser Umfeld wird immer weniger christlich geprägt sein, daher ist es wichtig, dass wir uns selbst in unserem Glauben stärken, uns bewusst machen, was es bedeutet, getauft zu sein. Denn die Christen der Zukunft sind Christen nicht aus Gewohnheit sondern aus Überzeugung. Daher wollen wir Anregungen zur Vertiefung des eigenen Glaubens und des Gebets geben. Wir wollen die Gemeindemitglieder ermutigen, über ihren Glauben, ihre Erfahrungen mit Gott, ihre Fragen und Zweifel und über ihre Sehnsucht zu sprechen.

 

2. Begegnungen schaffen – mit den Menschen in Kontakt kommen:
Uns ist wichtig, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Wir wollen Begegnungsmöglichkeiten schaffen, um mit den Menschen um uns herum ins Gespräch zu kommen über ihre Lebenswirklichkeit, ihre Sehnsüchte, Bedürfnisse und Nöte.

 

3. Gesprächskreise – für jeden eine geistliche Tankstelle:
Wie können wir als Gemeinde dazu beitragen, dass jeder bei uns seine geistliche Tankstelle findet?
Für uns als Gemeinde ist es wichtig, Orte und Räume zu schaffen, wo wir uns gegenseitig im Glauben stärken. Je nach Bedarf wäre es gut, wenn Gesprächskreise und kleine christliche Gemeinschaften entstehen. Diese Gemeinschaften könnten wichtige Aufgaben in ihrem Umfeld übernehmen, in dem sie aus ihrem christlichen Glauben heraus auf andere Menschen zugehen, sie besuchen, Zeugnis von Gottes Barmherzigkeit und Liebe geben.

 

4. Gottesdienstformen jenseits der Eucharistiefeier:
Geistige Tankstellen können auch unsere Gottesdienste sein. Wir wollen eine Vielfalt an Gottesdienstformen auch über die Eucharistiefeier hinaus. Gott zu preisen, sein Wort zu hören und sich von seiner Barmherzigkeit anrühren zu lassen kann auch ohne Priester erfolgen. Dazu wollen wir Gemeindemitglieder befähigen, liturgische Feiern zu gestalten und zu leiten. Ein Gottesdienstprogramm soll die Angebote auf der Ebene der Gesamtkirchengemeinde zusammenfassen.

 

Bei der Umsetzung der Vorhaben wird es auch um eine Klärung und Anpassung der Strukturen in unserer Gemeinde und auf der Ebene der Gesamtkirchengemeinde gehen. Bei den Überlegungen auf der Ebene der Gesamtkirchengemeinde wollen wir von einer Koordinierung der pastoralen Angebote in Form einer großen Seelsorgeeinheit von ganz Heilbronn ausgehen. Dabei sollen die acht Kirchengemeinden als selbständige Einheiten bestehen bleiben. Wichtig ist uns, dass es für jede Kirchengemeinde eine pastorale Ansprechperson geben wird.

 

Bei dem Weg der vor uns liegt, kommt es ganz wesentlich auf Sie an. Gemeinde ist der Ort wo sich die Gläubigen versammeln, sich begleiten und bestärken. "Denn wo zwei oder drei meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." (Lk 18,20) Wir vertrauen auf diesen göttlichen Beistand bei unserem Weg in die Zukunft.