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1924

Nach dem 1. Weltkrieg und gerade überstandener Inflation geht Stadtpfarrer Dr. Anton Stegmann in Heilbronn die Aufgabe an, den Neubau einer zweiten katholischen Kirche zu realisieren. Anfangs November 1924 wird der Stuttgarter Architekt Hans Herkommer mit der Planung beauftragt.

1925

Der Kirchenstiftungsrat beschließt am 19. März 1925 die Inangriffnahme des Neubaus nach den Plänen des Architekten Hans Herkommer. Am 7. Juni ds. J. erfolgt die Grundsteinlegung durch Weihbischof Dr. Johannes Babtista Sproll aus Rottenburg.

1926

Die neue St. Augustinus-Kirche ist fertiggestellt und wird am 19. September1926 vom Rottenburger Kapitularvikar, Weihbischof Dr. Sproll eingeweiht. Stadtpfarrer Dr. Stegmann fasst die Begründung zur Namensgebung so zusammen: "Augustinus soll unser Kirchenpatron werden, weil wir in ihm unser Spiegelbild schauen und weil gerade er in unserer Zeit und uns in dieser Zeit so viel zu sagen und zu geben hat."

1927

Dr. Johannes Babtista Sproll, mittlerweile Bischof von Rottenburg, unterzeichnet am 22. November die Urkunde zur Errichtung der katholischen Stadtpfarrei "St. Augustin" in Heilbronn. Die Augustinuskirche wird zur Pfarrkirche erhoben, unter Zuerkennung aller Rechte und Pflichten einer solchen. Die im Norden und Osten der Stadt lebenden Katholiken werden aus dem Pfarrverband St. Peter und Paul ausgeschieden und der neuen Pfarrgemeinde zugewiesen. Die Augustinusgemeinde wird begrenzt, am Neckar beginnend, von der Turmstrasse, Karlstrasse, Karmeliter,- Mönchsee-, Gabelsberger-, Stein-, Schwabstrasse, Schweinsberg-, u. Cäcilienbrunnenstrasse. Insgesamt bewohnen dieses Gebiet 2.500 Katholiken.

1928

Zum Ersten Stadtpfarrer an St. Augustin wird Johannes Magg, Kaplan in Rottweil, ernannt und am 29. Januar 1928 in sein Amt eingeführt. Der neu gebildete Kirchenstiftungsrat stellt am 13. Juli ds. J. fest, dass die Augustinus-Gemeinde mangels eigenen Vermögens und nur auf die Erträgnisse des Klingelbeutels angewiesen, die Baulast der Augustinuskirche unmöglich allein tragen könne. Man stimmt dem Vorschlag von Stadtpfarrer Stegmann von St. Peter und Paul zu, als Träger der Baulasten beider Kirche eine Gesamtkirchengemeinde mit den Rechten einer juristischen Person zu bilden.

1929

Das Kultministerium Württembergs hat am 21. März 1929 der Gesamtkirchengemeinde die Anerkennung erteilt. Seit dieser Zeit gibt es in Heilbronn, neben weiterhin selbständigen Kirchenpflegen der beiden eigenständigen katholischen Stadtpfarreien, die Gesamtkirchenpflege zur Wahrnehmung besonderer gemeinsamer Aufgaben. Der von Vertretern der Pfarrei St. Peter und Paul dominierte Gesamtkirchenstiftungsrat beschließt mehrheitlich, entgegen den Vorschlägen des Bischöflichen Ordinariats, sämtliche Eigentumsrechte an Augustinus-Kirche, -Kirchturm, -Pfarrhaus und -Grundstück auf die Gesamtkirchenpflege zu übertragen.

1936

Stadtpfarrer Magg verlässt am 24. Juni 1936 die Pfarrei St. Augustin. Er bekommt die Pfarrei St. Sebastian in Oberkirchberg übertragen. Am 9. August 1936 übernimmt Johann Baptist Wetzel, Stadtpfarrer in Nagold, die Augustinusgemeinde. Die Weiterführung der Seelsorgearbeit wird in jenen Jahren beeinträchtigt durch die Nazi-Herrschaft und die bald folgenden Kriegsvorbereitungen und Kriegsjahre.

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